Kasteel / Schloss Oud Buggenum bei Grathem, Leudal, NL - Fotobericht von Hermann-Josef Heinen - Historischer Verein Wegberg

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Sehenswürdigkeiten in Leudal
Schloss Oud Buggenum bei Baexem

Kassteel Oud Buggenum bei Baexem

Das Schloss Oud Buggenum wurde erstmals 1419 erwähnt. Der früheste bekannte Besitzer war um 1400 Johan de Wilde van Mersen. Im Jahre 1632 gelangte die Burg einschließlich Gehöft, Wassermühle und Umland durch die Heirat von Josina de Wilde van Meersen mit Philip Wynand van Kerckum, Herr von Merdeaux und Meerwyck zur Familie Kerckem. Im Jahre 1769 kam die Burg durch Erbschaft in den Besitz des Grafen Jean Guillaume de Borchgrave d'Altena.

Napoleons Truppen nutzten die Burg als Unterstand, so dass sie vernachlässigt wurde und der Niedergang begann. 1793 setzten die Soldaten die Burg in Brand, wodurch sie vollständig ausbrannte. Die Überreste kamen wiederum durch Erbschaft in den Besitz des Grafen Theodor Geloes Elsloo. Er verkaufte die verlassene Burg im Jahre 1880 an William Verbruggen, einen Kaufmann aus Lüttich. Dieser ließ die Reste der Burg im Jahr 1889 zum jetzigen Jagdschloss, ganz im Stil der Renaissance umbauen.

Nachdem das Schloss im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, verfiel es mehr und mehr. Im Jahr 1971 erwarb Professor Dr.-Ing. Helmut Hentrich (1905-2001), Architekt und Kunstsammler aus Düsseldorf, das heruntergekommene Anwesen und ließ es bis 1974 nach seinen persönlichen Wünschen neu erstehen. Hierbei wurden Treppen, Türen, Wandvertäfelungen, Portale, Gittertore, Fußböden und anderes aus abgebrochenen Baudenkmälern wiederverwendet. Der Zauber der Atmosphäre im Haus setzt sich draußen in den Gärten fort. Sie sind das Werk des Düsseldorfer Landschaftsarchitekten Roland Weber (1909 - 1997). Der Bauherr wünschte Vielfalt und Formenreichtum. Weber entwarf eine Folge architektonischer Gärten - Vasengarten, Staudengarten, Wassergarten, Kräutergarten, Rosengarten - mit abwechslungsreichsten Details. Schon 1980 überließ Helmut Hentrich das Schloss der Provinz Limburg für den symbolischen Preis von einem Gulden mit der Auflage, es nach seinem Tode im existierenden Zustand mit dem gesamten Inventar zu erhalten und als Gästehaus zu nutzen. Heute ist das Anwesen in der Obhut einer Stiftung.



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