Historischer Verein Wegberg e.V.
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Arbeitsgebiete
Sie befinden sich hier:

> Arbeitsgebiete > De Berker Klängestu'ef

"De Berker Klängerstu'ef"

Der Mundartabend des Historischen Vereins Wegberg

Die Zielsetzung

Gebrauch und Kenntnis der heimatlichen Mundart gehen mehr und mehr zurück. Das Kulturgut Platt aufzuwerten und zu pflegen, hat sich der Historische Verein Wegberg mit der „Klängerstu’ef“ zum Ziel gesetzt. Die Bezeichnung erinnert an die „gute alte Zeit", wo sich Nachbarn am Feierabend in der Stube zusammenfanden, um über „Gott und die Welt“ zu reden, eben zu "klängern“. So treffen sich auch heute wieder am Erhalt der „Modderschpro’ek“ Interessierte in der Wegberger „Klängerstu’ef“.
Gute Stimmung in der Klängerstu'ef - Ein Foto aus der Zeit im Begegnungszentrum
Die Entwicklung
Die erste Veranstaltung fand am 25. Januar 2001 im ehemaligen Begegnungszentrum an der Beecker Straße statt. „Künftig jeden Monat in „de Klängerstuev“, titelte Bernd Heuer seinen Beitrag für die Rheinische Post. Und so wuchs - inmitten der Bücherei des Historischen Vereins - ein bemerkenswerter plattdeutscher Treffpunkt heran. Seit dem wird in gemütlicher Runde kräftig geklängert..Es werden „Anekdötsches, Stöckskes on Jedichte“ vorgetragen, die ein Leben ohne Fernsehen und Computer widerspiegeln.
Am 13. August 2009 fand die "Umsiedlung" vom Begegnungszentrum in die Wegberger Mühle statt. Ehrenbürgermeisterin Hedwig Klein (li.) und Ex-Bürgermeister Fritz Jacobs beehrten uns mit ihrem Besuch.
Am 14. Januar 2010 gab es die 100. Ausgabe der Klängerstu'ef. Auch Bügermeister Reinhold Pillich (r.) war unter den Gästen. Das Regionalfernsehen für den Kreis Heinsberg brachte einen Beitrag unter dem Titel: „Rettet das Wegberger Platt“ von Sebastian Steegers.
Die durchschnittliche Besucherzahlen der Wegberger Mühle beträgt 50 bis 60. Beim 10-jährigen Bestehen am 13. Januar 2011 waren es sogar 70!
Die Vorträge
Es werden plattdeutsche Gedichte in Prosa oder Reimform oder auch „nur“ Vor-kommnisse z.B. aus dem alten Wegberg vorgetragen. Daran entzünden sich oft Ergänzungen und Erinnerungen aus alter Zeit und an alte Wegberger Originale, teils mit lebhafter Diskussion – eben das beliebte „Klängern“. In der Regel erfolgt keine Themenvorgabe, jedoch orientieren sich die Beiträge zu Beginn einer Veranstaltung meist an der Jahreszeit und/oder an Festtagen.

Karl Bertrams, der „Boss“ der Klängerstu’ef, bringt meist zu Beginn bäuerliche Wetterregeln, alte Sprüche etc. zu Gehör. Er  besorgt auch die Textblätter zu alten plattdeutschen Liedern, die von den Anwesenden mit Begeisterung gesungen werden. Nicht zuletzt dank der Begleitung durch Reinhold Küppers und Herbert Gehlen am Akkordeon kommt eine prächtige Stimmung auf. Die Geselligkeit kommt nicht zu kurz.

Heinz Eßer hat eine neue Vortragsform entwickelt. Mittels Beamer stellt er eine PowerPoint-Präsentation vor, eine Symbiose aus Bild und Text. Das Gedicht ist in seine Verse aufgelöst, die jeweils durch ein passendes Bild illustriert werden.

Auch aus dem Kreis der Besucher kommen Beiträge. Vorgetragen werden nicht nur „Eigengewächse“, sondern auch Veröffentlichungen bekannter Autoren aus Wegberg und der Region. Die Besucher kommen nicht nur aus Wegberg, sondern oft auch aus der Umgebung. Zum ErkelenzerMundart-Arbeitskreis um Theo Schläger besteht ein enger Kontakt mit gegenseitigen Besuchen. Gute Beziehungen bestehen auch zu den Heimatvereinen in Beeck, Wassenberg, Niederkrüchten, Elmpt und Odenkirchen.

Die Aktiven
v.l.: Reinhold Küppers, Maria Küppers, Heinz Eßer, Karl Bertrams, Klaus Bürger.
Hier geben die Aktiven („die vorne sitzen“) jeweils eine (Kost)-Probe ihrer schriftstellerischen bzw. musikalischen Arbeit. Mit einem Klick gelangen Sie zum jeweiligen Videobeitrag.
Maria und Reinhold Küppers
Karl Bertrams
Heinz Eßer
Klaus Bürger
Musikalische Unterstützung durch Reinhold Küppers und Herbert Gehlen

Weitere Höhepunkte
Einen besonderen Abend erlebten die Besucher der Klängerstu'ef im Dezember 2015. Der Nikolaus war zu Gast und überreichte Geschenke.
> Fotobericht - De Berker Klängerstu'ef vom 13.12.2012
Auch Georg Wimmers brachte ein Geschenk mit: Er begeisterte die Besucher mit seiner Hymne auf die Berker Klängerstu'ef.
> Video - Min Berker Klängerstu'ef von Georg Wimmers - vorgetragen am 13.12.2012
> Text und Noten zu "Min Berker Klängerstu'ef"
Einen besonderen Höhepunkt gab es am 9. April 2016 mit einer großen Plattdeutsch-Veranstaltung unter dem Motto: „Dat joav et noch nii“. An diesem Abend kamen im voll besetzten Forum Wegberg sechs Vereine und zwei Chöre aus den Nachbargemeinden zusammen, um die Schönheit und Vielfalt unserer rheimischen Mundart zu demonstrieren.
> Bildergalerie vom Großen Mundartabend im Forum am 09.04.2016
> Video Der WDR stellte den Mundartabend am 07.04.2016 in der Aktuellen Stunde vor.
Der Jubläums-Mundartabend
- Die 200. Klängerstu'ef
Am 14. Februar 2019 konnte die 200. Klängerstu’ef gefeiert werden. Zu dem Termin fand auch die traditionelle Karnevals-Klängerstu’ef statt, sodass es – auch wegen der zahlreichen Gastauftritte - ein mehr als dreistündiger Abend wurde.
Einige Höhepunkte aus der 200. Klängerstu'ef können Sie unter dem Titel "Et Bäeste uut de Berker Klängerstu'ef" auf der Seite > De Berker Klängerstu'ef in Bild und Ton.
Auszeichnungen - Silberner Flachstaler an Karl Bertrams
Georg Wimmers (r.) überreicht Karl Betrams den Silbernen Flachstaler
In der Klängerstu’ef vom 14. Dezember 2019 wurde Karl Bertrams, der Baas der Klängerstu’ef,ausgezeichnet:Aus der Hand von Georg Wimmers,dem Vorsitzenden des Heimatvereins Beeck, erhielt er eine besondere Auszeichnung,den Silbernen Flachstaler. Die Medaille wurde vom früheren Vorsitzenden HeinzGerichhausen kreiert und wird an herausragende Persönlichkeiten für Verdienste in denBereichen Heimat, Kultur und Brauchtum verliehen.

Mit diesen Worten leitete Georg Wimmers seine Laudatio ein. Er nehme für sich wahr, dassder Dialekt, das Platt, unheimlich viel Wärme und Heimat ist. Und an Bertrams gewandt: „Dusorgst dafür, dass unsere Mundart wirklich nicht ausstirbt und deshalb erhältst du dieseganz selten vergebene Auszeichnung. Du bist als Mundartpapst in die Geschichteeingegangen, hast gepredigt in unseren Mundartmessen, und wer dich gehört hat, hatgelacht und war froh. Du kämpfst dein Leben lang, das Platt uns zu erhalten. Platt istHeimat, nicht nur für die Alten. Und wenn du eines Tags am „Hemmelspöözke“(Himmelspforte) stehst, dann sag dem Petrus still on leis: ̧Ech benn ne Bää’eker Jong, watwellst de maache, echben schon zemlech alt on donnjetlaache. Wat echtesaarehann, datkütt uut et Hatt, min Lieblingssproak es et Bää’eker Platt.“


Karl Bertrams erwiderte in seiner (auf Platt gehaltenen) Dankesrede: „Nein, also damit habeich nicht gerechnet. Ob ihr es glaubt oder nicht, ich bin platt.“ Er gehe auf die 89 zu. Aberder Dokter habe gesagt, er habe ein Herz wie ein Zwanzigjähriger. „Da habe ich erwidert: ‚Esmacht mir Spaß, und das gibt mir ein Gefühl, dass ich weitermachen kann’. Drückt mir dieDaumen, dass es noch lange so weiter geht. Solange ich existiere, komme ich hierhin undkomme nach Beeck, weil das meine Heimat ist.“ Georg Wimmers sagte abschließend zuBertrams: „Weil du mir so viel wert bist, habe ich für dich ein Lied geschrieben.“ Es wurdeeine eindrucksvolle Hommage an den Geehrten, eine einzigartig in Töne gesetzte Vita.
Heimatpreis 2020

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen fördert durch die Übernahme von Preisgeldern die Auslobung und Verleihung von „Heimat-Preisen“ durch Gemeinden und Gemeindeverbände. Damit befähigt sie – getreu dem Ziel: Heimat wächst von unten – Gemeinden und Gemeindeverbände vor Ort, dass lokale Engagement unserer zigtausend ehrenamtlichen Tätigen zu würdigen.
Die Stadt Wegberg hat die Preisträger für den Heimatpreis 2020 bekanntgegeben. Insgesamt hätten vier Preisvorschlägevorgelegen, berichtete Bürgermeister Michael Stock. Drei Vereine haben im Verlaufe des Jahres 2020 außergewöhnliche Projekte auf die Beinegestellt und wurden nun mit dem Heimatpreisausgezeichnet. Der Heimatpreis der Stadt Wegberg solle dazubeitragen und dazu ermutigen, sich in den Kontext von Strukturen, die unmittelbar erfahrbar und gestaltbar sind, einzubringen, diese begreifbar zu machen und weiterzuentwickeln. Der Historische Verein Wegberg konnte die Jury mit der Mundartveranstaltung „BerkerKlängerstu‘ef“ überzeugen. Er erhielt ein Preisgeld in Höhe von 1000 EURO.

Kontakt
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann besuchen Sie unsere Klängerstu'ef in der Wegberger Mühle.
Wir treffen uns jeden zweiten Donnerstag im Monat, 19:00 – 21:00 Uhr

Kontakt:
Karl Bertrams:    0 24 34 - 37 22
Klaus Bürger:     0 24 34 - 44 77
Heinz Eßer:        0 24 34 - 99 27 33

Liebe(r) Besucher*in,
nicht erschrecken!
Wir gestalten diese Seite gerade neu.
Foto "Besucher" tauschen

Historischer Verein Wegberg e.V. - 21.03.2013 - Letzte Änderung: 25.02.2021

Historischer Verein Wegberg e.V.
Rathausplatz 21, Wegberger Mühle, 41844 Wegberg
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü