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Zeitzeugenbefragung
im Historischen Verein Wegberg


Fast jeder Mensch hat sich mit Verwandten, Freunden und Bekannten schon einmal über zurückliegende Erlebnisse unterhalten oder nach Spuren der eigenen Vergangenheit gefragt. Tatsächlich ist die mündliche Überlieferung von persönlichen Erlebnissen keine Erfindung unserer Zeit – im Gegenteil, sie zählt zu den ältesten Darstellungsformen von Geschichte.Die gezielte Befragung von Zeitzeugen und die systematische Auswertung ihrer Interviews im Rahmen der Zeitgeschichtsforschung ist allerdings eine vergleichsweise moderne Methode der Geschichtswissenschaft. Sie geht auf Studien in den USA in den 1930er-Jahren zurück und wird in Europa verstärkt seit den 1960er-Jahren angewendet. Im Zentrum der oral history (mündliche oder erzählte Geschichte) stehen auf der einen Seite prominente Personen, die gezielt befragt werden, weil sie Augen- oder Ohrenzeugen wichtiger Ereignisse waren oder bedeutende Persönlichkeiten kannten. Von herausragendem Interesse sind auf der ande-ren Seite aber auch „gewöhnliche Menschen“ mit ihrem subjektiven Blick auf Geschehnisse und Entwicklungen in ihrem Leben und Umfeld. Mit Hilfe von Erinnerungsinterviews werden Quellen geschaffen, die Forschungslücken schließen oder neue Blickwinkel auf Geschichte bieten. Die oral history ermöglicht ungewöhnliche Zugänge sowohl zur so genannten „großen Geschichte“ als auch zum Alltagsleben der „kleinen Leute“.

Der Historische Verein Wegberg hat in der Vergangenheit eine Vielzahl von Zeitzeugenbefragungen durchgeführt und auf Tonträger aufgezeichnet. Diese werden derzeit digitalisiert.

Historischer Verein Wegberg e.V. - 2019 - Letzte Änderung: 06.07.2019

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