Historischer Verein Wegberg e.V.

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Panorama-Aufnahme Wegberg mit Burg Wegberg, Forum, Wegberger Mühle, Rathaus und Pfarrkirche St. Peter & Paul, Foto: Heinen

Wegberger Ortsteile
Wegberg

Ortsteile
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Eine Vorbemerkung und eine Bitte:
Mit diesen neuen Seiten zur Wegberger Geschichte wollen wir versuchen, die Geschichte der Ortsteile zu dokumentieren. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es bei vielen Heimatforschern und Ortskundigen reichlich Material in den Schubladen und Ordnern zu finden gibt. Wir stellen diese Seiten für Ihre Sammlungen zur Verfügung.
Unsere Bitte:
Melden Sie sich bitte, wenn Sie zu unserer Ortsgeschichte beitragen möchten, sei es durch Fotos, durch Familiengeschichten und auch durch das, was Sie uns erzählen können. Bitte melden Sie sich bei Hermann-Josef Heinen,
02431 71741 oder per E-Mail: hermann-josef.heinen@t-online.de

Diese Seite befindet sich - wie Sie unschwer erkennen können - im Aufbau. Mitarbeit jederzeit herzlich willkommen!
Arsbeck ist ein Ortsteil der Mittelstadt Wegberg im Kreis Heinsberg im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Lage
Arsbeck liegt westlich von Wegberg an der B 221 und der Landesstraße 367. Die Bundesstraße verlief bis 2010 mitten durch Arsbeck und war von hohem Verkehrsaufkommen stark belastet. Eine Verlegung der Bundesstraße östlich der Ortslage wurde nach vielen Jahren der Planung 2010 realisiert.
Im Norden beginnen die Gemeinde Niederkrüchten und der Kreis Viersen, im Osten liegt Klinkum, im Süden der Weiler Petersholz und die Wohnsiedlung der britischen Armee bei Wildenrath, im Westen Rödgen und im Nordwesten Dalheim (Dalheim-Rödgen). Zwischen Arsbeck und den letzten beiden Ortschaften liegt Büch. Die Bebauung zwischen Arsbeck und Büch geht nahtlos ineinander über.
Arsbeck ist von Waldgebieten umgeben. Im Norden liegt der Merbecker Wald, im Osten der Wegberger Busch bei Klinkum, im Süden der Wildenrather Wald, der sich im Westen bis Dalheim erstreckt. Eine Eisenbahnlinie führt im Norden an Arsbeck und Büch vorbei. Der Bahnhaltepunkt befindet sich in Büch.

Geschichte
(Grafik Tranchot-Karte)
Durch Grab-, Münz- und sonstige Funde lässt sich heute feststellen, dass das Gebiet des Ortes bereits zu römischer und vorrömischer Zeit besiedelt war.
Durch Einzelfunde (die von den Heimatforschern jedoch nicht belegt werden) wird nun auf folgende antike Wege geschlossen:
  • der Weg aus Richtung Oberkrüchten an der Dalheimer Mühle vorbei nach Schaufenberg – Birgelen – Wassenberg
  • der Effelder Weg, der vom oben genannten Weg an der Dalheimer Mühle abzweigte und weiter ziemlich gerade nach Effeld weiterverläuft
  • die Heider Straße, die es noch heute in Arsbeck gibt. Sie wurde durch J. Scheider entdeckt. Nach ihm wäre der Verlauf der Straße: Venlo – Brüggen – Niederkrüchten über Arsbeck – Golkrath – Doveren – Jülich.
  • eine römische Militärstraße vom Römerkastell bei Neuss zum Kastell Mederiacum in Melick an der Rur, welche von Neuss über Mülfort – Rheindahlen – Beeck – Bischofshütte am Helpensteinweiher vorbei nach Rosenthal und Vlodrop führte.
Gerne wird angenommen, dass Arsbeck zur Römerzeit eine wichtige Zwischenstation auf all diesen Wegen war, zum Beispiel zum Wechseln der Pferde. Der Name des Ortes, bis 1562 „Orsbeke“ wird jedenfalls damit in Zusammenhang gebracht, weil die Stammsilbe Ors, auch Horse oder Orse, eine germanische Bezeichnung für Pferd sei und Arsbeck demnach Pferdebach bedeutet habe. Nie belegt wurde eine römische Pferdewechselstelle in der Nähe des Baches, wofür den Hobbyhistorikern die angenommene, aber genauso wenig belegte Kreuzung von Römerstraßen in der Nähe der heutigen Arsbecker Kirche, („wo aus der Talmulde ‚Im Winkel‘ ein kleiner Bach kam, der die Pferdetränke, den heutigen nicht mehr vorhandenen Pastoratsweiher, füllte“) zur Beweisführung hinreicht.

Pfarrkirche in Arsbeck
(Foto)
Das nachweislich älteste Monument befindet sich in der neugotischen Adelgundis Kirche, mit deren Schiff man den Vorgängerbau überbaute – nämlich ein Taufstein, nach den Reliefs im 12. Jahrhundert entstanden.
Arsbeck wurde im Jahre 965 schriftlich erwähnt. Zur damaligen Zeit befand sich der Ort im Besitz unabhängiger Grundherren. Allerdings nannte man den Ort damals noch nicht Arsbeck, sondern „Orsbeck“. Um eine Verwechslung mit dem gleichnamigen Ort an der Rur zu vermeiden, änderte der Herzog von Jülich den Namen 1561 in „Arsbeck“.
Ab 1211 können die Herren von Orsbeck als Lehnsherren schriftlich nachgewiesen werden, sowie ab 1331 die Herren von Helpenstein. Circa 1358 geht die Herrschaft der Helpensteiner an Johann von Lynepe über. Seine Nachkommen regieren noch bis 1560 über sein Gebiet, wonach Wilhelm von Vlodrop die Herrschaft übernimmt, welche er 1562 an den Herzog von Jülich abtreten muss.
Der Dreißigjährige Krieg, der von 1618 bis 1648 auch in Arsbeck wütete, macht auch Arsbeck schwer zu schaffen. Nach Plünderungen und Brandstiftungen folgten Seuchen, die einen Großteil der Bevölkerung das Leben kostete. Unter der folgenden Herrschaft Ludwigs XIV. müssen die Menschen hohe Abgaben in Form von Steuern leisten, wodurch sich ihre wirtschaftliche Situation weiter verschlechtert. Es sollte aber noch härter kommen, nämlich in den französischen Revolutionskriegen vom 18. bis zum 19. Jahrhundert.
Bis weit in das 19. Jahrhundert ist Arsbeck eine stille Gemeinde, deren Bevölkerung größtenteils von der Landwirtschaft lebt. Ein Meilenstein in der Geschichte Arsbecks ist hier sicherlich der Bau der Eisenbahnverbindung Mönchengladbach-Roermond-Antwerpen, auch Eiserner Rhein genannt, die am 15. Februar 1879 eröffnet wird. Die Eisenbahn schaffte Arbeitsplätze. Sowohl am Bau der Strecke und der Hochbauten als auch später zu Dienstleistungszwecken wurden u. a. Arsbecker herangezogen. In diesen Jahren kann man einen starken Bevölkerungs- und Wirtschaftszuwachs ausmachen. 1913 wurde der Wasserturm erbaut.
Am 1. Januar 1972 wurde Arsbeck in die Gemeinde Wegberg eingegliedert.

Sehenswürdigkeiten
> Motte Aldeberg
> Kath. Pfarrkirche St. Adelgundis - Denkmal
> Wasserturm, Heuchter Str. 9
> Wohnhaus (Arsbecker Hof) Endstr. 3, Denkmal

Quelle: Auszug aus Wikipedia




Historischer Verein Wegberg e.V. - 18.02.2021 - Letzte Änderung: 18.02.2021

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