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Archaeo News & Views
Aktuelles aus der Archäologie
05.01.2023 - Pressemeldung
The Guardian
Amateur archaeologist uncovers ice age ‘writing’ system
Wie der „Guardian“ am 05.01.2023 berichtet, soll ein britischer Hobby-Archäologe namens Bennett Bacon ein Schriftsystem aus der Eiszeit entziffert haben, das von Jägern und Sammlern als Art Mondkalender verwendet wurde.
Die Zeichen könnten rund 20.000 Jahre alt sein – also mindestens 10.000 Jahre älter als bereits bekannte vergleichbare Systeme.
Bennett Bacon, der sich als Hobby-Archäologe sieht, wandte sich mit seinen Ergebnissen an britische Wissenschaftler. Die bestärkten ihn, seine Theorien weiterzuverfolgen.
> Weitere Höhlenmalereien und Ritzbilder
aus Lascaux IV von Hermann-Josef Heinen
> Bildergalerie
Die Ergebnisse sind zwischenzeitlich im „Cambridge Archaeological Journal“ unter dem Titel "An Upper Palaeolithic Proto-writing System and Phenological Calendar"
(dt.: Ein jungpaläolithisches Proto-Schreibsystem und ein phänologischer Kalender) veröffentlicht worden.
In dem Artikel konstatieren Professoren der Universität Durham und des University College London, dass Höhlenmalereien von Tierarten wie dem heute ausgestorbenen Auerochsen in ganz Europa zu finden seien und dass auch bekannt sei, dass eiszeitliche Jäger und Sammler ihre Tierbilder oft mit Folgen von Punkten, Linien und anderen Markierungen versehen hätten. Es sei auch seit langem unstrittig, diese Symbole auf einen systemischen Kalender hindeuteten. Welche Informationen damit festgehalten wurden, sei bislang nicht zu entschlüsseln gewesen.
Mit dieser Thematik hat sich der Hobby-Archäologie Bennett Bacon beschäftigt und er hat frühere Forschungen und Höhlenbildern auf diese wiederkehrenden Muster untersucht.
Für steinzeitliche Jäger und Sammler waren Kenntnisse über den jährlichen Zyklus von Paarungs- und Geburtszeiten sowie über Frühlings- und Herbstwanderungen ihrer Beutetiere von überlebenswichtiger Bedeutung. So überrascht es nicht, dass das Denken an diese Tiere für Jäger und Sammler zentral ist. Entsprechend dominieren Beutetiere überwiegend die steinzeitliche Kunst.
Die Hypothese der Forscher lautete: Das zyklische Verhalten der Beutetiere wurde in den Symbolen als numerische Informationen aufgezeichnet. So wurden Ereignisse von Wanderverhalten, von Paarung und Geburt vorhersehbar.
Durch Vergleiche von Geburtszyklen ähnlicher heutiger Tiere fand Bacon heraus, dass die Anzahl der Zeichen, die mit eiszeitlichen Tieren assoziiert wurden, eine Aufzeichnung des Mondmonats seien, in dem sich diese Tiere paarten und dass ein "Y"-Zeichen "Geburt" bedeutet.
Bennett Bacon, et.al. - Lascaux horse
Die Menschen, die in der Höhle von Lascaux wohnten, haben demzufolge nicht nur spektakuläre Kunstwerke hinterlassen, sondern auch die Aufzeichnung einer frühen Zeitmessung. Das Forscherteam interpretiert die Zeichen aber eher als eine numerische Informationen und weniger als Schriftsprache.
Bennett Bacon hofft, dass durch die Entschlüsselung weiterer Teile des Systems ein Verständnis dafür gewonnen werden kann, welche Informationen unseren Vorfahren wichtig waren: "Während wir tiefer in ihre Welt eindringen, entdecken wir, dass diese alten Vorfahren uns sehr viel ähnlicher sind, als wir bisher dachten."
23.11.2022, 29:51 Uhr - BR24 Redaktion
Keltengold-Diebstahl in Manching: Was wir bisher wissen
Gibt  es einen Zusammenhang mit den Einbrüchen im Bode-Museum und im Grünen  Gewölbe Dresden? In jedem Fall war der Diebstahl von 483 keltischen  Münzen aus Manching professionell geplant, der ideelle Verlust ist  unschätzbar. Die Soko Oppidum ermittelt.
> mehr ... (Link zu BR24)
Das Kelten-Museum in Manching einen Tag nach dem Diebstahl des Schatzes.
Bildrechte: BR / Daniela Olivares
23.11.2022, 09:02 Uhr - BR24 Redaktion
Millionenschwerer Goldschatz aus Kelten-Museum gestohlen
Der Wert der Goldmünzen beläuft sich auf mehrere Millionen Euro: Der einzigartige Goldschatz im Kelten-Museum im oberbayerischen Manching ist gestohlen worden. Bayerns Kunstminister spricht von einer "Katastrophe".
Von Frank Jordan, BR24 Redaktion
> mehr ... (Link zu BR24)
Das Kelten-Museum in Manching einen Tag nach dem Diebstahl des Schatzes.
Bildrechte: BR / Daniela Olivares
16.11.2022 - Presseinformation
Kalkriese Varusschlacht
Metallurgischer Fingerabdruck weist Legion des Varus in Kalkriese nach
Neue wissenschaftliche Methode bestätigt Kalkriese als Ort der Varusschlacht
Bramsche-Kalkriese, 16. November 2022
In einem gemeinsamen Forschungsprojekt sind die Wissenschaftlerinnen und  Wissenschaftler aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum,  Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen, und dem Varusschlacht-Museum mit einer neuen wissenschaftlichen Methode der Frage nachgegangen, ob es möglich ist, römischen Legionen einen so genannten metallurgischen Finderabdruck nachzuweisen. Dazu hat sich Annika Diekmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin in Bochum, in ihrer Doktorarbeit mit chemischen Analyseverfahren auf die Spuren der in Kalkriese untergegangenen Legionen begeben und konnte die 19. Legion in Kalkriese identifizieren. „Kriminaltechnisch wäre jetzt der Täter überführt. Die Spurensicherung hat ein weiteres starkes Indiz für Kalkriese als Ort der Varusschlacht erbracht. Mit einer neuen, innovativen Methode haben wir ein starkes Ergebnis erzielt“, so Geschäftsführer Dr. Stefan Burmeister. „Dieses Projekt unterstreicht die Bedeutung des Forschungsstandortes Kalkriese für die Archäologie“, freut sich Landrätin und Aufsichtsratsvorsitzende Anna Kebschull. „Hier wird aber nicht nur geforscht, hier werden die Erkenntnisse aus der Wissenschaft den  Bürgerinnen und Bürgern aus dem Osnabrücker Land und weit darüber hinaus in vielfältiger Weise zugänglich gemacht“, so Kebschull weiter. Das  Projekt „Kalkriese als Ort der Varusschlacht? – eine anhaltende  Kontroverse“ wurde von der VolkswagenStiftung gefördert.
> mehr ... > Pressemappe (pdf, 4,42 MB)
Forscherin Annika Diekmann (Deutsches Bergbau-Museum Bochum) bei der Probenentnahme,
Foto Helena Grebe
Fibel, Foto: Dave Ziegenhagen
Gürtelschnalle, Foto: Dave Ziegenhagen
11.11.2022 - LVR - Pressemeldung
Römische Heizung unter der Straße entdeckt
Besonders gut erhaltene Fußbodenheizung in Bonn-Friesdorf freigelegt
Bei Bauarbeiten in Bonn-Friesdorf wurden Spuren eines römischen Gebäudes freigelegt. Besonders bemerkenswert sind die Überreste einer Fußbodenheizung der Römer. Der hervorragende Erhaltungszustand der Anlage ist außergewöhnlich.
> mehr (Link zu LVR-Pressemeldung)
Blick in den Hohlraum der Fußbodenheizung mit den Säulen aus Ziegeln.
Foto: Marcel Zanjani/LVR-ABR
ABR - Fund des Monats November 2022
Brunnen – eine ergiebige Quelle  
In Brunnen kommen immer wieder Funde zum Vorschein. Sie dienten nämlich  nicht nur zur Wasserversorgung, sondern auch zur Entsorgung oder zu  rituellen Zwecken. So gelangten ausrangierte, mutwillig zerstörte oder  entweihte Gegenstände, aber auch Opfergaben hinein – und nicht zuletzt  gingen Dinge einfach darin verloren. Die vielfältigen Funde erlauben  u.a. Aussagen zum Alltagsleben und manchmal auch zu Ereignissen, wie in  Erkelenz-Lützerath, Kreis Heinsberg. Dort wurden auf dem Gelände eines  römischen Landguts (villae rustica) gleich acht Brunnen mit Funden ausgegraben, von denen eine Auswahl im LVR-LandesMuseum Bonn präsentiert wird.
> mehr (Link zum LVR-ABR)
Foto: Jürgen Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn
22.08.2022 - Neues auf der Website
... auf die Schnelle: Erste Eindrücke vom Tag der Archäologie 2022 - Teil 1 - Besuch der Ausgrabung im Vorfeld des Tagebaus Hambach bei Kerpen-Manheim
> Bildergalerie - Teil 1 (vorläufig)
Grabungstechniker Daniel Gansera erläuterte die Grabungsarbeiten im Tagebau Hambach bei Kerpen-Manheim
20.08.2022 - Tag der Archäologie
Am Samstag, den 20. August 2022, fand nach einer pandemiebedingten Zwangspause wieder ein Tag der offenen Tür in der Außenstelle Titz-Höllen statt.
Von 10 bis 18 Uhr wurden Ergebnisse der aktuellen Ausgrabungen und Forschungen im rheinischen Braunkohlenrevier präsentiert sowie ein vielfältiges Mitmachprogramm für die ganze Familie geboten.
Das Highlight des „Tags der Archäologie“ bestand in der Möglichkeit, eine Ausgrabung im Vorfeld des Tagebaus Hambach zu besuchen. Hier informierten Grabungstechniker über den neuesten Stand zu den Arbeiten an einem etwa 2.000 Jahre alten römischen Gutshof und erklärten die traditionellen sowie modernen archäologischen Feldmethoden.
Tiefere Einblicke in das Arbeitsfeld der Archäologie boten Fachleute, die in einem Rahmenprogramm spannende Funde aus der Braunkohlenarchäologie vorführten und erklärten. Im Fokus standen unter anderem ein rätselhafter prähistorischer Kreisgraben, römische Grab- und  Hortfunde sowie ein Agentenfunkgerät aus der Zeit des Kalten Kriegs.
18.08.2022 - General-Anzeiger Bonn
Zwischen Königswinter uns Bad Honnef
Wenn sich der Rhein zurückzieht, taucht der Römerhafen wieder auf
Siebengebirge Bei  Niedrigwasser gibt der Rhein seine Geheimnisse preis - unterhalb des Drachenburghangs zwischen Königswinter und Bad Honnef auch eines, das  einen jahrelangen Expertenstreit zur Folge hatte: der sogenannte  Römerhafen. Was es damit auf sich hat, haben Forschungen des  Landschaftsverbandes ergeben. Von Hansjürgen Melzer
Unterhalb des Drachenfels liegt die Formation, die als Bodendenkmal Römerhafen Eingang in die
Denkmalliste der Stadt Königswinter gefunden hat. Am besten zu erkennen ist sie auf der Vogelperspektive.
Foto: Benjamin Westhoff
Das Niedrigwasser des Rheins bringt ihn wieder hervor – den  vermeintlichen Römerhafen am Rheinufer zwischen Königswinter und Bad  Honnef, der in der Vergangenheit für einen Streit der Wissenschaftler  gesorgt hatte. Das vorerst letzte Kapitel in der unendlichen Geschichte  hatte die Professorin Renate Gerlach vom Bonner LVR-Amt für  Bodendenkmalpflege im Rheinland aufgeschlagen. Daraufhin wurde die  Eintragung als Bodendenkmal nochmals überarbeitet und am 29. Juni 2020  als solches in die Denkmalliste der Stadt Königswinter eingetragen.
16.08.2022 - PresseMeldung LVR Kultur
Am kommenden Samstag, den 20. August 2022, lädt das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland wieder zum Tag der Archäologie in seine Außenstelle Titz ein. Mitveranstalter ist die Stiftung zur Förderung der Archäologie im rheinischen Braunkohlenrevier.
Von 10 bis 18 Uhr werden Ergebnisse der aktuellen Ausgrabungen und Forschungen im rheinischen  Braunkohlenrevier präsentiert.
> Pressemeldung vom 16.08.2022 (LVR-Presseabteilung)
> weitere Informationen (Link zur Website des LVR-ABR)
31.07.2022 - Info LVR-ABR
Limes-Geburtstag: Ein Jahr UNESCO-Welterbe "Grenzen des Römischen Reiches - Niedergermanischer Limes"
Vor genau einem Jahr wurde der Niedergermanische Limes vom  UNESCO-Welterbekomitee zur Welterbestätte ernannt – Grund genug dieses  Ereignis gebührend zu feiern und ein buntes Rahmenprogramm anzubieten.  Am Sonntag, den 31. Juli 2022, lädt der Landschaftsverband  Rheinland (LVR) zum einjährigen Geburtstag der UNESCO-Welterbestätte  „Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes“ in seinen  Archäologischen Park Xanten von 11 bis 17 Uhr ein. Verschiedene  Mitmachaktionen und Führungen machen das Welterbe an diesem Tag für alle  Besuchenden erfahrbar. An Infoständen erklären Fachleute des LVR-Amtes  für Bodendenkmalpflege im Rheinland und aus den Niederlanden alles rund  um Roms älteste Grenze.
> weitere Informationen (Link zum LVR-ABR)
Im LVR-Archäologischen Park Xanten dreht sich am 31. Juli alles um den Limes-Geburtstag
(Foto: Axel Thünker DGPh)
08/10.06.2022 - Neues auf der Website
Jahresausstellung des LVR-ABR:
„Archäologie im Rheinland 2021"
LandesMuseum Bonn vom 8. Feb. bis 8. Mai 2022
- verlängert bis 29. Mai!
Unter dem Titel  "Gewänder, Goldschmuck und ein Welterbe" präsentierte das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland herausragende Funde des Jahres 2021 aus Archäologie und Paläontologie: von 389 Millionen Jahre alten Krebsen mit Rundumblick über eine 6000 Jahre alte monumentale Grabenanlage und metallzeitliche Waffen, römische  Wandmalereien, besondere Brunnenfunde und einzigartigen Goldschmuck hin zu mittelalterlichen Schätzen und außergewöhnlichen neuzeitlichen Gewändern.
Die jährliche Fachtagung fand aufgrund der Pandemie nicht wie gewohnt zum Auftakt der Ausstellung statt, sondern erst am 2. & 3. Mai 2022. Die Sonderausstellung "Archäologie im Rheinland 2021" war wieder im LVR-LandesMuseum Bonn zu sehen.
Weitere Fotos mit Erläuterungen:
> Bericht und Bildergalerie vom Besuch der Ausstellung im LandesMuseum Bonn

Historischer Verein Wegberg e.V. - 2022 - Letzte Änderung: 19.01.2023

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Rathausplatz 21, Wegberger Mühle, 41844 Wegberg
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