Besuch des Archäologischen Museums Rheindahlen am 25.04.2015 - Fotobericht - Historischer Verein Wegberg

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Mittwoch, 06.05.2015 - Wegberg/Rheindahlen
Archäologisches Museum Wasserturm Rheindahlen

Von Toni Mennen zu Bernd Hussner
Archäologie zum Anfassen im Wasserturm Rheindahlen
Fotobericht von Heinz Eßer

Trotz unfreundlichem Nieselwetter ließen es sich einige Hartgesottene nicht nehmen, an der Radwanderung des Historischen Vereins Wegberg zum Archäologischen Museum nach Mönchengladbach-Rheindahlen teilzunehmen. Klaus Bürger, Sprecher der Arbeitsgruppe Archäologie des Vereins und stellvertretender Vorsitzender, hatte die Kontakte zu Bernd Hussner, dem Leiter des Museums, geknüpft. Hussner, der 1997 nach dem plötzlichen Tod von Toni Mennen, dem  Rheindahlener Landwirt, Heimatforscher und Amateurarchäologen, die Leitung der steinzeitlichen Sammlung übernommen hatte, begrüßte die Gäste aus Wegberg und führte in kompetenter Manier durch sein Refugium.

Hier wird die Entwicklung der steinzeitlichen Kulturen im Rheinland über einen Zeitraum von mindestens 500.000 Jahren aufgezeigt. Die ausgestellten Steinartefakte stammen aus den bedeutendsten  altsteinzeitlichen Fundstätten des Rheinlands, der am südlichen Ortsausgang von Rheindahlen befindlichen Lehmgrube der früheren Ziegelei Dahmen und insbesondere der ca. 10 ha großen Lehmgrube der Ziegelei Dreesen, wo sie in den bis zu 10 m hohen Ablagerungen seit Anfang des 20. Jahr hunderts gefunden wurden.

Die ausgestellten Fundstücke aus der Ziegeleigrube Dreesen wurden von Toni Mennen (vorwiegend beim Pflügen) und Grubenarbeitern gefunden. Die bei den im Auftrag des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege durchgeführten Grabungen gefundenen Artefakte befinden sich im Landesmuseum Bonn. Bei diesen wissenschaftlich begleiteten Grabungen waren insbesondere tätig: Gerhard Bosinski (mit Unterbrechungen von 1964 bis 1981), Hartmut Thieme (1977-1978) und Jürgen Thissen (mit Unterbrechungen von 1984 bis 2001).

Heute steht Museumsleiter Bernd Hussner ein  Team von engagierten Amateurarchäologen zur Seite. Darunter auch Christian Fuchs, der einen besonderen Oberflächenfund gemacht hat: Eine Schwefelkiesknolle mit eingeschliffener Kerbe, Bestandteil eines prähistorischen Feuerzeuges. Schwefelkies diente dabei als Funkenspender. (Alter vergleichbarer Objekte: 32.000 Jahre, Mittelpaläolithikum).

Das Archäologische Museum befindet sich in unmittelbarer Nähe der Hauptfundstelle, der Ziegeleigrube Dreesen, im Erdgeschoss des Rheindahlener  Wasserturms. Es wurde im Jahre 1996 von Toni Mennen  eingerichtet. Der Raum wurde damals  freundlicherweise von den Stadtwerken Mönchengladbach und  wird heute von der NEW zur  Verfügung gestellt.

Die Gäste des Historischen Vereins Wegberg waren vom Besuch des Archäologischen Museums sehr angetan. Klaus Bürger überreicht Bernd Hussner ein Dankeschön für seine interessanten Ausführungen.

Bernd Hussner (Mitte) im Gespräch mit Karl Küppers und Klaus Bürger

Auch Christian Fuchs fand in Helga Banerjee und Helga Gauer interessierte Zuhörerinnen.

Das Museum ist für Besucher geöffnet in den Monaten März bis November an jedem 1. Samstag im Monat in der Zeit von 14:00 bis 17:00 Uhr. Wer sich über die Steinzeit informieren möchte, ist auf folgenden Webseiten gut aufgehoben: www.steinzeit-in-rheindahlen.de und www.steinzeitwissen.de.



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