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Wegberg - Topographie und Kulturkandschaft

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Im Kulturlandschaftlichen Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen (2007) wird unter KLB 25.01 der Raum Erkelenz-Wegberg wie folgt typisiert (Hervorhebungen zum besseren Auffinden nicht im Original)


"Der Kulturlandschaftbereich um Erkelenz und Wegberg repräsentiert den Übergang zwischen der weiträumigen rheinischen Lössbörde und dem Oberen Schwalmtal, welches zum Niederrhein überleitet. Die Lössbörde ist gekennzeichnet durch ihre geschlossenen Dörfern und wenigen Gutshöfen inmitten einer weitläufigen historisch tradierten intensiven Ackerbaunutzung, deren Geschichte bis in vorrömische Zeit zurückreicht und von landesweiter Bedeutung ist.

Bereits zur Römerzeit war der Raum um Erkelenz dicht von Gutshöfen (villae rusticae) belegt. Durch die Raumwirksamkeit des Kreuzherren-Klosters Hohenbusch erhält dieser Raum eine besondere Bedeutungsebene. 1302 gründeten die Kreuzherren auf dem Gelände eines mittelalterlichen Guts ein Kloster, das erst 500 Jahre später im Rahmen der Säkularisation von 1802 aufgelöst wurde. In diesen fünf Jahrhunderten war „Hohenbusch“ eines der reichsten und bedeutendsten Kreuzherrenklöster im Rheinland, das zweitälteste in Deutschland.

Der Wegberger Raum ist geprägt durch den Oberlauf der Schwalm. Diese Niederungslandschaft ist charakteristisch für den Niederrhein. Die Aue trägt heute Bruchwälder, Gehölze, Baumreihen, Einzelbäume (Kopfweiden) und Feuchtwiesen. Zahlreiche gut erhaltene mittelalterliche Burganlagen prägen das ländliche Siedlungsbild der Region im Spannungsfeld zwischen den Herrschaften Jülich und Geldern. Rund 20 hochmittelalterliche Burganlagen vom Typ Motte sind im Kreis Heinsberg bis heute und ohne Überprägung durch Anlagen späterer Zeit erhalten geblieben. Diese werden nur teilweise denkmalverträglich genutzt. Sie stellen einen markanten und obertägig sichtbaren Teil der rheinischen Bodendenkmäler dar (z.B. der Aldeberg bei Wegberg-Arsbeck) und sollten besonders geschützt werden. Das Ziel muss die dauerhafte denkmalverträgliche Nutzung sein, an die eine touristische Erschließung im Rahmen eines Nutzungskonzeptes angeschlossen werden sollte. Zwischen Dahlheim-Rödgen und Merbeck verläuft quer über einen Geländerücken eine mittelalterliche Landwehr. Sie gehört zu den seltenen Binnenlandwehren des Herzogtums Jülich."

und weiter im Kapitel 7.2:
"Die schwer zugänglichen Auen waren auch geeignete Standorte für spätmittelalterliche Wasserburgen und befestigte Häuser. Zwischen Wegberg und der Maas waren im 19. Jh. An der Schwalm 21 Wassermühlen in Betrieb, von denen die Meisten bereits im Mittelalter erwähnt wurden. Diese Mühlen standen auch in Zusammenhang mit dem Flachsanbau, der bis ca. 1900 großflächig betrieben wurde. Hieran erinnern ebenfalls die überlieferten Flachsrösten."

Historischer Verein Wegberg e.V. -18.02.2017 - Letzte Änderung: 26.10.2019

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