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Mittwoch, 25.09.2013 - Wegberger Mühle
"Wegberg im Wandel" - 40 Jahre Stadt Wegberg

Das Stadtarchiv der Stadt Wegberg bot in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Wegberg am Mittwoch, dem 25. September 2013 um 19.30 Uhr einen Bildvortrag des Stadtarchivars Thomas Düren zum Thema „Wegberg im Wandel“ an. Anlass war die Stadtwerdung Wegbergs 1973, also vor 40 Jahren. Gezeigt wurde eine größere Anzahl Fotos, die die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte beleuchten.

Thomas Düren begleitete seinen Rückblick mit Bildern der Personen, die maßgeblich die Stadtwerdung begleitet haben: Professor Mathias Seckler (Bürgermeister der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1972), Dr. Karl Fell (Bürgermeister bei der Stadtwerdung am 5. Juni 1973), Bernd-Josef Sieben (ab 1. Juli 1973 neuer Stadtdirektor) und damit Nachfolger von Josef Karduck (Gemeindedirektor von 1950 bis 1973). Josef Karduck erhielt am 12. September 1973 die erste Ehrenbürgerurkunde der jungen Stadt. Erster Ehrenbürger der Gemeinde Wegberg war im Rahmen der 1000-Jahrfeier im Mai 1970 Altbürgermeister Wilhelm Hermanns geworden.

Gleich drei Wegberger Bürgermeister konnte der Historische Verein Wegberg begrüßen: Professor Mathias Seckler (1969-72), Hedwig Klein (1994-2009) und Reinhold Pillich.

Vor seinem eigentlichen Bildvortrag schilderte Thomas Düren zunächst die Situation in Wegberg vor ca. 60 Jahren. Am Kriegsende waren von den ca. 3200 Wohnungen in Wegberg etwa 800 beschädigt. Viele Vertriebene und Flüchtlinge wurden in der Gemeinde aufgenommen. Der Wohnraummangel stellte für die Gemeinde ein großes Problem dar. Nach den Entbehrungen der unmittelbaren Nachkriegszeit, ins besonders nach der Währungsreform 1948, ging es wieder langsam aufwärts. In vielen Bereichen der Infrastruktur mangelte es jedoch: es gab noch keine Kanalisation, keine Abwasserklärung und keine Müllabfuhr. Das Schulwesen war kaum entwickelt; es gab keine weiter führenden Bildungseinrichtungen. Wegberg verfügte zwar über ein Krankenhaus und ein Eisenbahnanschluss war vorhanden. Das Straßensystem, kriegsbedingt stark beschädigt, war jedoch i.d.R. nicht für eine überregionale Mobilität ausgelegt.

Die Neugliederung der Städte und Gemeinden in der Zeit des Wiederaufbaus

Im Zuge des Wirtschaftsaufschwunges ergaben sich spätestens Mitte der 1960 Jahre überall in Deutschland Bestrebungen zu Gebietsreformen, um die bestehenden Verwal-tungsstrukturen den neuen Realitäten in Form von großen Unterschieden zwischen den Gemeinden hinsichtlich Einwohnerzahl und Gemeindefläche anzupassen. Die kommunale Neugliederung trat in unserer Region zum 1.1.1972 in Kraft. Hiernach gehörten Arsbeck, Wildenrath und der südliche Teil der Gemeinde Niederkrüchten zur Gemeinde Wegberg. Die Fläche stieg hierdurch von 50 auf 85 qkm, die Anzahl der Bewohner von 16.000 auf 23.500. Heute sind es 29.000.

Die Stadtwerdung 1973

Die Stadtwerdung im Jahr 1973 geht insbesondere auf die Initiative der damaligen Ge-meinde zurück, namentlich durch die Bürgermeister Mathias Seckler (1969-1972) und Dr. Karl Fell (1972-1985). Die Entscheidung der Landesregierung kann man werten als Bestätigung des bisherigen Weges und gleichzeitig Aufforderung auf diesem Weg fortzufahren. Der Beschluss der Landesregierung war am 5.6.1973. Übergabe der Urkunde erfolgte in Wegberg am 28.06.1973.

Wegberg im Wandel

In seinem Bildvortrag "Wegberg im Wandel" zeigte Thomas Düren dann Fotodokumente, die die Veränderungen anschaulich dokumentierten. Ein markantes Beispiel für den Wandel der Stadt in den letzten 4 Jahrzehnten zeigten die Fotos der Hauptstraße: 1910 noch mit Wasserpumpe, 1930 mit dem altem Rathaus, 1957 dann ohne das im Krieg zerstörte Rathaus, 1960, 1965 und 1970 mit zunehmendem Verkehrsaufkommen, 1987 kurz vor dem Umbau und 1988 mit der Eröffnung am neu gestalteten Brunnen durch Bürgermeister Fritz Jakobs. Der "Rundgang" durch die Stadt und seine Ortsteile zeigte viele Fotos die manche Besucher noch nie gesehen hatten.

Abschließend dankte Thomas Düren den Bürgern, die Ihre Aufnahmen zur Verfügung gestellt haben, namentlich Franz Weide, Hans Langerbeins, Manfred Langela und Ewald Sassen.



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