Radwanderung nach Holtum und Moorshoven - 22.06.2013 - Fotobericht von Hermann-Josef Heinen - Historischer Verein Wegberg

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Samstag, 22.06.2013 - Radwanderung des Historischen Vereins nach Holtum und Moorshoven

Am Samstag, den 22. Juni veranstaltete der Historische Verein Wegberg seine diesjährige Radwanderung. Wie im letzten Jahr hatte Hermann-Josef Heinen die Radtour vorbereitet und dazu viel Wissenswertes, Historisches und Sehenswertes zu den Ortschaften Holtum und Moorshoven zusammen- getragen und in einem Begleitheft aus der Reihe „Unterwegs in Wegberg“ zusammengestellt.

So machte sich um 13 Uhr eine Gruppe von fast 40 Mitgliedern des Vereins und interessierten Gästen unter der Führung des Vorsitzenden Karl Küppers auf den Weg nach Holtum.


Bei ihrer Ankunft an der Holtumer Kapelle wurde die Gruppe von Hermann-Josef Heinen vom Historischen Verein und von Herrn Peters vom Kapellenvorstand willkommen geheißen. Nach einführenden Worten zur Ortsgeschichte von Hermann-Josef Heinen berichtete Herr Peters über die Geschichte der Kapelle, deren Ursprung auf einen Kapellenbau von 1644 zurückgeht. Die Teilnehmer erfuhren viel Wissenswertes über die Gnadenkapelle, die sog. Loreto-Kapelle, über die schwarze Muttergottes, die dort verehrt wird und über die Legenden, wie sie nach Holtum gekommen ist.

Die Besucher waren beeindruckt von der Ausstattung der Kapelle und deren besonderen Atmosphäre. Sie lernten die Bedeutung von Holtum als Wallfahrtsstätte kennen, die nicht zuletzt auf den „ewigen Ablass“ zurück zuführen ist, den Papst Pius VI. im Jahre 1788 „für ewige Zeiten allen und jeden, welche während der acht Tagen, vom 2. Juli an gerechnet, nach reumütiger Beicht und Hl. Communion eifrigst zur gewöhnlichen Meinung der Kirche in besagter Capelle beten würden“ zuteil werden ließ. Auch heute noch ist die Holtumer Oktav ein fester Bestandteil im kirchlichen Leben der umliegenden Ortschaften. In der Hauptkapelle gab es ein besonderes Schmuckstück mit recht abenteuerlicher Geschichte zu bestaunen: das Bild der Schutzmantelmadonna.

Nach einer Fahrt durch den Ort und vorbei an zwei Wegekreuzen sah man schon den „Neubau“ der Holtumer Mühle in Felderhof. Nach einführenden Erklärungen von Hermann-Josef Heinen zur Geschichte und wirtschaftlichen Bedeutung der früheren Mühle, der einzigen Windmühle im heutigen Stadtgebiet, berichtete der heutige Eigentümer über die Fortschritte am Neubau und über weitere Planungen. Er hofft, dass in 2 Jahren die Mühle auch mit Flügeln ausgestattet sein wird.


Weiter ging es durch Felderhof Richtung Bissen. Dort bog man von der Straße ab und gelangte durch „De Jaad“ nach Moorshoven. Auch hier berichtete Hermann-Josef Heinen zunächst über die Geschichte des Ortes und die nicht immer rühmliche Geschichte der Herren von Morshoven – kein Tippfehler - denn, wie der gebürtige Moorshovener Heimatforscher Anton Vasters herausfand: „Erst die preußische Gründlichkeit hat uns dann um 1825 das „zweite „o“ beschert.“

Die Kapellenführung übernahm Frau Herrmanns aus Moorshoven. Sie erzählte von der Entstehungsgeschichte der Franziskuskapelle, die 1746 erbaut wurde und den baulichen Sonderwünschen des hinter der Kapelle arbeitenden Schmiedes. Für Erheiterung sorgte Frau Hermanns, als sie die Geschichte von der „Jlokk mött dä Baasch“ (der Glocke mit dem Sprung) erzählte. – Hier sei aber nicht mehr verraten. Sie ist im Begleitheft nachzulesen – ebenso wie die im Titel erwähnte Geschichte vom „Heilige Baasch“ in Holtum.

Nach einem kurzen Fußweg gelangte die Gruppe zu einer Gedenktafel für den Moorshovener Heilpraktiker und Wohltäter Arnold Ellinghoven, genannt „Schur-Nölleske“.

 
 
 
 
 

Weiter ging es zum heutigen Moorhof. Von der früheren Burganlage sind nur noch Teile des Grabensystems erhalten. Die Gebäude der heutigen Hofanlage sind zum Teil aus den Backsteinen der alten Burg errichtet.

 
 

Zum Abschluss wurde die Gaststätte „Zum alten Schlagbaum“ angefahren. Der Name verrät es schon: Hier befand sich die letzte Mautstelle der Gemeinde Beeck. Diese wurde 1854 eingerichtet, anlässlich des Ausbaus der heutigen Prämienstraße, daher der Name. Nach so viel Sehenswertem wurde die Radwanderung mit einem gemütlichen Ausklang beendet.

 
 
 
 

FOTOS: Heinz Eßer

Für die Teilnehmer an der Radwanderung hat der Historische Verein Wegberg ein Heft in der Reihe „Unterwegs in Wegberg“ herausgegeben, das natürlich auch allen Interessierten zur Verfügung steht. Wenn Sie also die Geschichten von der „Jlokk mött dä Basch“ und dem „heiligen Baasch“ erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an den Historischen Verein Wegberg. Die Bücherei in der Wegberger Mühle ist jeden Freitag von 10:00 bis 12:30 geöffnet. Dort können sie das Begleitheft erwerben, alles Wissenswerte erfahren und die Tour auch „auf eigene Faust“ nachradeln.

 
 

... und auch hier geht zu den Bildergalerien zur Radwanderung:
  (1) Fotos aus dem Begleitheft von Hermann-Josef Heinen
  (2) Fotos von Heinz Eßer
  (3) Fotos von Colin Goldie



 
 
 
 
 
 
 
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