Berlinbesuch der Heimat- und Geschichtsvereine des Kreises Heinsberg auf Einladung von Christa Nickels, MdB - Historischer Verein Wegberg

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Aktivitäten


13.03. bis 16.03.2005 - Berlinfahrt der Heimat- und Geschichtsvereine des Kreises Heinsberg
auf Einladung von Christa Nickels, MDB


Berlin - Eine Reise mit Folgen

Ein Reisebericht von Hermann-Josef Heinen, vorab im Berker Boten

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. Das will ich hiermit auch tun. Unsere Reise ging allerdings nicht wie bei Claudius „um die Welt“, sondern „nur“ nach Berlin. Eingeladen zur Berlin-Reise hatte Frau Christa Nickels, Mitglied des Deutschen Bundestages und Staatssekretärin a.D. Eingeladen waren die Vorstände von Heimat- und Geschichtsvereinen aus ihrem Wahlkreis. Diese sollten nicht nur Berlin kennen lernen, sonder auch bei dieser Gelegenheit einander kennen lernen, sowie Informationen und Erfahrungen ihrer Vereinsarbeit austauschen. Auch ein Treffen mit Frau Nickels war geplant, bei dem sie einiges über das Engagement der Historischen Vereine und Heimatvereine im Kreis Heinsberg erfahren wollte.

Also fanden sich am 13. März des vergangenen Jahres neben dem Vorstand des Historischen Vereins Wegberg auch die Vorstände des Flachsmuseums Beeck, des Heimatvereins der Erkelenzer Lande, des Heimatvereins der Geilenkirchener Lande, des Heimatvereins Dremmen, sowie des Fördervereins Millener Kirche zum vereinbarten Zeitpunkt am Düsseldorfer Hbf. ein. Begleitet wurden wir von Frau Maria Meurer, der Mitarbeiterin von Frau Nickels. Frau Meurer hatte ein vielversprechendes Programm in Zusammenhang mit dem Bundespresseamt zusammengestellt.

Und was für ein Programm! Vollgepackt mit Stadtrundfahrt, Interessantes und Bedenkliches über Berlin, Historisches und Modernes, Besuch von Museen, Informationsgespräche in Gedenkstätten und verschiedenen Ministerien, und, und, und, aber der Reihe nach!


Kaum in Berlin am Ostbahnhof angekommen, war „Historisches“ angesagt. Per Bus ging es gleich zum Deutschen Historischen Museum. Hier war im Besonderen die moderne Architektur des chinesisch-amerikanischen Architekten I.M. Pei zu bewundern. Das für Wechselausstellungen konzipierte Gebäude ist ein städtebauliches Meisterwerk mit beeindruckenden Perspektiven und räumlichen Verschränkungen. Zum Gesamtkonzept gehört die Anbindung an das Zeughaus , sowie die Überdachungen des barocken Schlüterhofes mit einer Glas-Stahl-Konstruktion. Bei der anschließenden Busfahrt zum Nikolai-Viertel konnten wir schon einige Sehenswürdigkeiten im östlichen Teil Berlins sehen: die Museumsinsel, mit dem Alten und Neuen Museum, dem Pergamon-Museum und dem Bode-Museum, der Fernsehturm, Alexanderplatz, Rotes Rathaus und Berliner Dom. Beim Rundgang durch den historischen Stadtkern des Nikolaiviertels konnten wir neben der Nikolaikirche, der ältesten Kirche Berlins, auch die historisierten Nachbauten in „Plattenbauweise“ bewundern, die hier in den Jahren 1981-87 entstanden.

Der erste Tag schloss ab mit einer ersten individuellen Erkundung Berlins. Die meisten ließen von der futuristischen Architektur am Potsdamer Platz beeindrucken. Das Sony Center, entworfen vom deutsch-amerikanischen Architekten Helmut Jahn, konkurriert dort mit der Plaza unter dem schwebenden Zeltdach.

Der zweite Tag begann mit bedrückenden Einblicken in die Geschichte der DDR beim Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen, der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Das MfS war die Geheimpolizei der SED. 91.000 hauptamtliche und 180.000 inoffizielle Mitarbeiter sorgten zuletzt für eine flächendeckende Überwachung der Bevölkerung. Beeindruckend waren die Schilderungen von zwei ehemaligen Insassen der Anstalt. Sie berichteten vom sog. „U-Boot“: fensterlose, feuchtkalte Kammern, nur mit einer Holzpritsche und einem Kübel ausgestattet. Tag und Nacht war eine Glühbirne angeschaltet. Die Verhöre fanden vor allem in der Nacht statt und waren oft von Drohungen und körperlicher Gewalt begleitet. Erschütternd waren die Schilderungen, wie Insassen durch Schlafentzug, stundenlanges Stehen oder Aufenthalt in Wasserzellen zu Geständnissen gezwungen wurden.

Nach einem erholsamen Mittagessen war am Nachmittag wieder „schwere“ Kost zu verdauen. Zuerst waren wir zu einem Informationsgespräch im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eingeladen. Leider ließ sich die Ministerin Frau Wieczorek-Zeul entschuldigen, so mussten wir mit einem Staatssekretär vorlieb nehmen, der uns ausführlich und sehr informativ über Chancen und Nutzen der deutschen Entwicklungspolitik informierte.

Auf der Fahrt zum nächsten Informationsgespräch ging es vorbei an den Britischen und Amerikanischen Botschaften, die auf erschreckende Weise wie Festungen abgeschirmt waren. Im Europäischen Haus, Unter den Linden, in der Nähe des Brandenburger Tores empfing uns ein „Viel- und Schnellredner“ und „bombardierte“ uns 2 Stunden lang mit einer Flut von Informationen zur Geschichte und Entwicklung der europäischen Politik, interessant, aber ermüdend.

So war abends dringend Unterhaltung oder Kultur angesagt. Einige besuchten das Kabarett „Die Distel“ mit ihrem neuen Programm, andere ließen sich von der „Blue Man Group“ verzaubern. Danach trafen wir uns noch zum gemütlichen Beisammensein im „Nußbaum“ im Nikolai-Viertel. Dieses Gebäude hat eine kuriose Geschichte hinter sich. Es stand früher an der Fischerstraße und war eines der ältesten Häuser in Alt-Köln; auf dem Kellerhaus stand die Jahreszahl 1507. Benannt ist das Restaurant nach dem Walnussbaum im Vorgarten. Heinrich Zille war hier Stammgast. Durch seine Zeichnungen wurde die „Kneipe“ weltbekannt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Haus zerstört und 1986 im Nikolai-Viertel rekonstruiert. Auch heute ziert den „Nußbaum“ wieder ein Nussbaum, allerdings eine „Amerikanische Scharznuss“, wie die Wirtin betont.

Unser 3. Tag begann mit angenehmerer DDR-Historie. Mitten im dem Gebirge von Hochhäusern von Berlin-Marzahn liegt als romantische Insel - zumindest aus einer Sicht eines Städters - das Heimatmuseum Alt-Marzahn, dessen Bedeutung bereits zu DDR-Zeiten erkannt wurde. Wir machten einen Rundgang mit Führung im alten Dorfkern, besuchten einen Tierhof und ließen uns vom Müller der Bockwindmühle Jürgen Wolf erklären, wie er die schwierige Zeit der Wende nutzte, sich auf einen mittelalterlichen Brauch besann und die Mühle für Hochzeiten zur Verfügung stellte.

Zum Mittagessen ging es in den ältesten Teil Berlins, der Fischerinsel. Auch wenn es von dieser Vergangenheit nicht mehr viel zu sehen gibt, so sollte man wissen, dass archäologische Grabungen Spuren der ältesten Besiedlung zu Tage gebracht haben, eine Siedlung namens Cölln, die erstmals 1237 urkundlich erwähnt wird und von rheinischen Kaufleuten nach ihrer Heimatstadt benannt wurde. Die am Ostufer gelegene Siedlung namens Berlin wurde 1244 erstmals urkundlich erwähnt.

Der Nachmittag war mit einer großen Stadtrundfahrt zu besonderen politischen und kulturellen Orten gefüllt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und chronologische Reihenfolge fallen mir hier ein: der allgegenwärtige Fernsehturm, 1965 eingeweiht, mit seinen 368 m eine technische Meisterleistung in der damaligen Zeit - Etwas verloren wirkt daneben die Marienkirche, neben der Nikolaikirche das älteste Gotteshaus Berlins. - der Alexanderplatz, benannt nach Zar Alexander I., z.Zt. eine riesige Baustelle - das Rote Rathaus, so genannt wegen seiner roten Backsteinfassade, liebevoll restauriert und Sitz des Berliner Senats - daneben der restaurierte Neptunbrunnen, ursprünglich auf dem Schlossplatz gelegen - gegenüber die Doppelstatue von Marx und Engels, die gottlob nicht auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen wurde - Der Palast der Republik befindet sich im Abriss und ist mit einer großen, vieldeutigen Leuchttafel „ZWEIFEL“ versehen. - Der imposante Berliner Dom, dessen neobarocker Stil und prunkvolle Einrichtung so gar nichts mit protestantischer Nüchternheit zu tun hat. Die Hauptkuppel misst 74 m in der Höhe und besitzt einen Durchmesser von 33 Meter. Kritiker reagierten 1905 nicht gerade begeistert auf diesen von Wilhelm II. favorisierten Bau: „Er prunkt, und das ist alles“. Während des Krieges wurde der Dom schwer beschädigt, erst 1975 konnte mit der Restaurierung begonnen werden. - der Gendarmenmarkt mit dem Schauspielhaus und dem Französischen und Deutschen Dom. - entlang der Friedrichstraße, die während des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört wurde. Seit der Wende wurde hier ein neues, modernes Stadtzentrum aus dem Boden gestampft mit Nobelkaufhäusern, wie die Galeries Lafayette - zum Bahnhof Friedrichstraße mit dem nahe gelegenen „Tränenpalast“. Der Glaskasten erhielt seinen Spitznamen zu DDR-Zeiten, als er als Grenzabfertigungshalle diente. - das Theater Bertolt Brechts am Schiffbauerdamm. - der Friedrichstadtpalast, dem Prachtstück hauptstädtischer Unterhaltungskunst aus DDR-Zeiten – das Tacheles, das alternative Kunst- und Kulturzentrum - das Scheunenviertel mit der neuen Synagoge, weithin sichtbar mit seinen vergoldeten Rundkuppeln – zur Mauergedenkstätte an der Bernauerstraße - weiter nach Kreuzberg, benannt nach dem 66 m hohen „Berglein“, durch seine eleganten Viertel, wie auch durch „Klein-Ankara“. Hier ist die größte türkische Gemeinde außerhalb der Türkei zu Hause. - weiter nach Tempelhof, Berlins geschichtsträchtigem Airport, der 1948/49 zur Legende wurde, als hier im Minutenabstand die „Rosinenbomber“ landeten. An die Opfer der Belagerung erinnert das Denkmal die „Hungerharke“. - entlang der East Side Gallery, dem letzten zusammenhängenden Teil der Berliner Mauer zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof. Namhafte Künstler durften sie nach der Wende bemalen. Zwei besonders bekannte Motive waren noch zu sehen: der durch die Mauer brechende Trabi und der Bruderkuss zwischen Honecker und Breschnew.

Zum Abendessen fuhren wir in den westlichen Teil der Stadt zum „Kudamm“. Dort konnten wir noch vorher die imposanten Mosaikarbeiten in den Resten der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche bewundern und die stimmungsvolle Atmosphäre des polygonalen Neubaus mit seinen blauen kleinteiligen Fenstern auf uns wirken lassen.

Bei einem Besuch bei der „Dicken Wirtin“ am Savigny-Platz konnten wir nicht nur über die Eindrücke des Tages sprechen, die Vereinsvorstände rückten auch im übertragenden Sinne zusammen und dachten über eine zukünftige Zusammenarbeit nach.

Für den 4. Tag war die Besichtigung des Reichstages vorgesehen. Wohl kein anderes Bauwerk spiegelt so sehr Berliner (und deutsche) Geschichte wider: Bezeichnenderweise haben die Volksvertreter nach der Reichsgründung von 1871 mehr als zwanzig Jahre auf ein eigenes Haus warten müssen. Noch bezeichnender erscheint die Tatsache, dass die Inschrift „Dem Deutschen Volke“ erst 1916, gegen den Widerstand des Kaisers, angebracht wurde. 1918 rief Philipp Scheidemann hier nach der Abdankung des Kaisers die Republik aus. 1933 stand der Reichstag in Flammen und buchstäblich ging auch die junge Demokratie in Flammen auf. 1945 schließlich hisste die Rote Armee die Sowjetflagge auf seiner eingestürzten Kuppel. 1948 appellierte Ernst Reuter während der Blockade an die frei Welt, diese Stadt nicht preiszugeben. Heute beherbergt der Reichstag das Parlament des deutschen Volkes. Zur Besichtigung hatte uns Frau Christa Nickels, MdB, eingeladen. Sie berichtete sehr interessant von ihrer vielfältigen und spannenden Arbeit im Bundestag und auch von ihrer politischen Tätigkeit im Ausland, so z.B. von nicht ungefährlichen Treffen mit Stammesfürsten in Afghanistan. Der Vorsitzende des Historischen Vereins, Dietmar Schmitz, überreichte als Dankeschön den Bildband „Unser Wegberg“. Dann ging es zum Fototermin auf die Dachterrasse, anschließend konnten wir die Glaskuppel besichtigen, von der man einen grandiosen Blick auf das Regierungsviertel hat.

Bei einer anschließenden Busfahrt ging es durch den westlichen Teil der Stadt: durch das nördlich des Reichstags gelegene Regierungsviertel mit seinen spektakulären Neubauten - Mittelpunkt, auch optisch, das Bundeskanzleramt - durch den Tiergarten, dem ehemals kurfürstlichen Wildgehege - vorbei am Haus der Kulturen der Welt, früher Kongresshalle, wegen der geschwungenen Dachkonstruktion im Berliner Volksmund „Schwangere Auster“ genannt - zur Siegessäule, die als Denkmal für die siegreichen Feldzüge gegen Dänemark, Österreich und 1870/71 gegen Frankreich errichtet wurde - vorbei an der Philharmonie, berühmt für ihre Akustik und die ungewöhnliche Gestaltung des Innenraumes - vorbei an unzähligen Botschaften - zum Brandenburger Tor, das als Folge der Teilung Berlins zum berühmtesten Denkmal der Stadt wurde - und schließlich zurück zum Ostbahnhof, wo wir uns von der hervorragenden Reiseführung verabschiedeten.

Die Rückfahrt verlief ohne Probleme. Während der Fahrt wurden die Ideen des Vortages wieder aufgegriffen, wie wir unsere Vereinsarbeit verbessern und uns über unsere Erfahrungen austauschen können. Erschöpft, aber mit vielen neuen Eindrücken und an Erfahrungen reicher, kamen wir planmäßig gegen 18 Uhr in Düsseldorf an.

Und die Folgen? Davon ein anderes Mal. Fortsetzung folgt!


Berlin - Eine Reise mit Folgen

Von Hermann-Josef Heinen

Mein Bericht über die gemeinsame Berlin-Reise der Historischen Vereine und Heimatvereine des Kreises Heinsberg im März 2006 endete mit „Fortsetzung folgt“. Heute möchte ich – wie schon der Titel verspricht - über die Folgen schreiben. Folgen? Haben einige noch einen Koffer in Berlin? Oder hat es politische Verwicklungen oder noch Schlimmeres gegeben? Honi soit qui mal y pense!

Ziel der Einladung von Frau Christa Nickels, damals Mitglied des Deutschen Bundestages, war nicht nur, dass die ehrenamtlich tätigen Mitgliedern der Vereine die Hauptstadt Berlin und das dortige politischen Leben kennen lernen sollten, sondern bei dieser Gelegenheit auch einander kennen lernen sollten, um so Informationen und Erfahrungen über ihre Vereinsarbeit austauschen zu können. Und mit einem zeitlichen Abstand von nunmehr anderthalb Jahren betrachtet, war das zweite Ziel der eigentliche Erfolg der Berlin-Reise.

Die im „Nußbaum“ und bei der „Dicken Wirtin“ geknüpften zarten Bande zeitigten schon bald „in der Heimat“ ihrer Wirkung. So hatte Heinz Gerichhausen vom Heimatverein Beeck bereits am 1. Mai 2005 die Vorstände des Heimatvereins Harbeck und des Historischen Vereins zu einer Nachbesprechung der Berlin-Reise ins Flachsmuseum eingeladen. Zunächst schwelgte man in Erinnerungen, als eine Dia-Show und ein Video-Film gezeigt wurden. Schnell kam man dann auch auf die Vereinsarbeit zu sprechen und dass es doch von Vorteil sei, die Aktivitäten der 3 Vereine zu koordinieren. So wurde vereinbart, dass sich die Vorstände in regelmäßigen Abständen treffen sollten, um Termine abzusprechen, Aktivitäten zu koordinieren, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsame Veranstaltungen durchzuführen.

Zwischenzeitlich trafen sich Teilnehmer der Berlin-Fahrt noch einmal in einer größeren Runde. Frau Nickels bzw. Frau Meurer hatten am 15.10.2005 ins Alte Rathaus in Ratheim eingeladen. Unter dem Motto „Frauen begegnen ihrer Geschichte“ stellte die Projektgruppe „Frauenschätze im Kreis Heinsberg“ eine Dokumentation vor, die sich mit der weiblichen Seite der Historie beschäftigte. Hierzu gehören z.B. die Matronensteine (im Kreis Heinsberg gibt es einen erhaltenen Matronenstein, und zwar in der katholischen Pfarrkirche in Wegberg) und die Annaselbdritt-Darstellungen. Des weiteren beschäftigt sich die Dokumentation u.a. mit den Themen „Hexen“ und „Heilerinnen“ im Kreisgebiet Heinsberg.

Die ersten Arbeitsgespräche der „Wegberger Vereine“ fanden dann am 23.10.2005 in der Molzmühle, am 05.03.2006 in der Burg Wegberg und am 30. April im Flachsmuseum statt. Hierbei ergaben schon konkrete Aufgabenstellungen: Programme und Angebote werden den anderen Vereinen zur Verfügung gestellt, die Teilnahme an Kursen, Fahrten und Vorträgen wird auch allen Mitgliedern der anderen Vereine ermöglicht, Angebote für gemeinsame Fahrten, Ausstellungen und Exkursionen werden erstellt, eine gegenseitige Unterstützung bzw. ein gemeinsames Auftreten bei öffentlichen Entscheidungen wird angestrebt, damit unser Gewicht speziell bei der Stadt dadurch gestärkt wird.

So wurde z.B. von Herrn Gerichhausen zum 5. Mai 2006 eine Fahrt in die Partnerstadt Masseik geplant, die aber leider wegen nicht ausreichenden Anmeldungen abgesagt werden musste. Etwas erfolgreicher war eine erste gemeinsame Wanderung am 10. Juni 2006 rund um die Molzmühle mit einer Führung durch die Rickelrather Kirche, die vom HV Harbeck geplant worden war.

Im weiteren folgten Treffen am 09. Juli in der Molzmühle, am 1. Oktober im Hotel Esplanda mit einer Führung durch das Bionik-Zentrum unter Führung von Frau Tichelmann, am 17. Dezember im Flachsmuseum. Bei diesen Treffen wurden die aktuellen Anliegen der Vereine besprochen, insbesondere auch die Planungen der Stadtverwaltung bzgl. Nutzung der Ramachers Mühle.

In neuen Jahr lud wiederum Heinz Gerichhausen ins Flachsmuseum ein, um über den Stand der Planung für eine gemeinsame Fahrt nach Straßburg zu informieren, die im Herbst 2007 stattfinden soll.

Noch weitere Folgen? Dem Autor sei eine kleine Reminiszenz gestattet. Er hatte zwar keinen „Koffer in Berlin“ zurückgelassen, war aber vom Hauptstadt-Flair angesteckt und besuchte deshalb im Sommer 2006 nochmals Berlin. Hierbei entdeckte er noch einiges Interessantes über die oben erwähnte Kneipe zum „Nußbaum“ im Nikolai Viertel. Dieses Gebäude hat eine kuriose Geschichte hinter sich. Es stand früher an der Fischerstraße und war eines der ältesten Häuser in Alt-Köln; auf dem Kellerhaus stand die Jahreszahl 1507. Benannt ist das Restaurant nach dem Walnussbaum im Vorgarten. Heinrich Zille war hier Stammgast. Durch seine Zeichnungen wurde die „Kneipe“ weltbekannt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Haus zerstört und 1986 im Nikolai-Viertel rekonstruiert. Auch heute ziert den „Nußbaum“ wieder ein Nussbaum, allerdings eine „Amerikanische Scharznuss“, wie die Wirtin (nicht die „Dicke Wirtin!“ am Savigny Platz) betont.



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Historischer Verein Wegberg e.V. - 21.03.2013

 
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